Autoren Archiv: Hillerkiller

Codewort: Wüstenbesen

Everyday Alltagsszene aus dem Leben derjeniger, die nicht unter Menschen aufgewachsen sind. Trefft ihr auch manchmal Leute, die irgendwie komisches Zeug erzählen, während sie an einem vorbeiblicken oder auf den Fußboden und man weiß immer nicht so recht, soll man jetzt lachen oder bedächtig nicken? Solche Comics machen sie:

Pünktlich zum Comicsalon Erlangen erscheint der zweite Teil von „Als ich mal auf hoher See verschollen war“ namens „Als ich mal plötzlich in der Wüste gewesen bin – Teil 1“ wieder in der Edition Kwimbi! Ich werde ebenfalls vor Ort sein und signieren, man kann allerdings auch schon v o r b e s t e l l e n !

PS: Genießt den Eintrag nochmal ordentlich, bevor die neue Datenschutzverodnung auch diesen privaten Blog aus dem Netz fegen wird, weil ich zu gleichen Teilen dumm und faul bin, sodass ich am 25. eines der ersten Abmahnopfer werde. Aber jetzt mal kurz ohne Witz: Kommt’n Hiller in die Bar und wäre wirklich dankbar für Hilfe in der Angelegenheit. Wenn ich hier nämlich die Kommentarfunktion deaktivieren und so die Zusammenarbeit mit New Number 2 beenden muss, besucht diese Seite endgültig niemand mehr.

 

Leipziger Buchmesse 2018

Falls ihr selbst schon einmal auf einer Buch- oder Comicmesse gewesen seid und euch gefragt habt: ja, es ist definitiv so. Sobald ihr an einen Stand kommt, werdet ihr intensiv aus den glänzenden Argusaugenwinkeln heraus beobachtet und mit einer Art „Kauf das!“-Mantra bestrahlt. Es folgen: Messeerlebnisse und Millionaires-Club-Anekdoten.

 

Alles in Allem hatten wir allerdings NUR fantastische Erlebnisse. Es wurde signiert und mit Herrn Tüti gelesen und vorallem gab’s mehrmals Pizza.

Fotos by Annette Köhn  und Eve Jay

Aber jetzt ist das alles ja schon wieder längst vergangen und wir blicken nach vorne! Zum Beispiel auf Samstag zum Illustrations- und Comicworkshop in Leipzig von mir und der guten Slinga. Kommt hin, es sind noch Plätze frei.

Das Dicke Grauen

Falls ihr alte Leute oder sowas wie dumme, junge Leute kennt, musstet ihr diese Situation höchstwahrscheinlich auch schon erleiden. Und doch verstehe ich es jedes Mal wieder nicht! Alles verändert sich immer, vorallem Sprache! Das offiziell unviskoseste Element des Universums! Aber im Gegensatz zu „Kolonialwarenladen“ oder „Dreikäsehoch“ ist es bei Begrifflichkeiten zur Unterscheidung von mutmaßlichen Rassen irgendwie enorm empörend, dass man sie plötzlich nicht mehr benutzen darf. Dabei will doch gar niemand irgendetwas verbieten. Es geht vielmehr darum, zu verhindern, dass ihr euch aus Versehen zum kompletten Vollidioten macht. Wer zum Beispiel seinen Ehepartner in aller Öffentlichkeit „Muschi“ nennt oder tatsächlich denkt, „Fotzenwichser-Ausländerraus“ sei ein ganz objektiv beschreibender Begriff, der war einfach bis jetzt noch nie unter Leute oder mal im Internet unterwegs. Letzten Endes spielt es aber eh keine Rolle, denn es ist gar nicht eure Entscheidung. Ob ein Begriff beleidigend ist oder nicht, stellt der Betroffene fest und nicht derjenige, der das Wort gerne verwendet. Und das ist längst geschehen, also weiß ich nicht, warum wir allen Ernstes heute immer noch darüber sprechen müssen also fickt euch doch alle ey jeder hat was Besseres zu tun Scheiße

ISBNdlich

Haha, ich habe das Gefühl, ich rede nur noch darüber… Aber ohne Witz, ich kann gar nicht genug betonen, welch krassen Scheiß die Veröffentlichung von „Maertens“ für mich bedeutet. Nicht nur, weil so unglaublich viel Mühe und Herzblut in den Comic geflossen sind, sondern eben auch, weil mich dieser Gedanke antreibt, seitdem ich angefangen habe zu zeichnen. Während ich „Gaston“ und „Werner“, Flix, Mawil und die anderen Helden meiner Jugend gelesen habe, dachte ich immer nur: „Genau das will ich auch machen“. Klar ist es auch ein bisschen Ego-Nummer mit der ISBN-Nummer und Verlag und so, aber es ist trotzdem ein riesen Unterschied zu den selbstgedruckten Sachen und den Webcomics sowieso. Gerade emotionale Bestätigung und Motivation sind übernormal wichtig, wenn man so einen Quatsch wie Comics macht und hofft, sich davon irgendwann mal Essen kaufen zu können oder vielleicht auch mal ’ne Cola.

Wie dem auch sei, es ist gerade eine super wonnige Zeit für mich 🙂 Und bevor das nächste Comicprojekt beginnt, feiere ich noch etwas mit Lesungen! Der nächste Spaß geschieht zur Buchmesse in Leipzig, wenn wir zu dritt einen Krimiabend veranstalten oder zum Millionaires Club den Jaja-Stand schmeissen 👍

Kommt vorbei, ich bin gut drauf, holt euch die Bücher dort oder bei Kwimbi oder beim Verlag und ich zeichne euch absolut alles, was ihr wollt (dafür stehe ich mit meinem Namen).

Freude am Lesen

Es war eine Wonne! Frau Zaun, Slinga und ich zu Gast beim Clubkinder Comicslam in Hamburg  – Pete mit Hut fiel leider seiner Gesundheit zum Opfer und wir musste ihn wie ein lahmendes Reh in München zurück lassen. Nichtsdestotrotz und vorallem auch wegen der Freigetränke hat es enorm viel Spaß gemacht und ich war sehr gerührt von dem vielen positiven Feedback an Veranstaltung und „Maertens“.

Wenn ihr übrigens mal einen hervorragenden Comicladen besuchen wollt (vorausgesetzt, ihr kennt ihn noch nicht, weil ihr tatsächlich auch immer mal vor die Tür geht im Gegensatz zu mir) und zufällig in Hamburg seid oder extra dafür nach Hamburg fahren wollt, was ich nur unterstützen würde, dann besucht Strips & Stories!

Und wenn ihr diesen magischen Lese-Auftakt dummerweise verpasst habt, dann seid doch herzlich eingeladen zur offiziellen Doppel-Release-Party von „Maertens“ und „Ich kaufe ein A und möchte lösen“ in Leipzig diesen 22. Februar.

Wenn das auch nicht geht, bleibt getuned für folgende Lese-Veranstaltungen – vielleicht habt ihr ja selber einen Tipp, wo und wann man so etwas auch in DEINER Stadt machen kann – oder hört euch im schlimmsten Fall alleine in eurem Zimmer den Live-Mitschnitt des Abends in Hamburg an beziehungsweise macht das auf jeden Fall! Eine Comiclesung ohne Bilder ist eines der nächsten großen konzeptionellen Projekte, die ich angehen werde.

Viel Spaß und bleibt so wie ihr seid.