Category Archives: Cartoons

Der letzte Cartoon

Am Anfang dachte ich ja: „Cartoons sind nur ein Bild und man muss nicht besonders lustig sein, um erfolgreich zu werden“, weshalb ich eine schnelle Mark witterte. Im Laufe meiner Studien habe ich zwar viel gelernt und sicher den ein oder anderen guten Cartoon hinbekommen, aber nun muss ich mir ehrlicherweise eingstehen: so einfach ist es nicht. Vor allem, wenn man aus dem Comicbereich kommt. Gerade weil der Cartoon nur aus einem Bild besteht, hat man nur eine Chance. Das Setting, der Text, der Witz, alles muss auf den Punkt sofort funktionieren. Man kann keine Stimmung aufbauen, keine Spannung erzeugen… das ist so gar nicht meins, wo ich doch am liebsten seitenlang um den heißen Brei herum rede, wie man so schön sagt. Daher halte ich es nun mit den klassischen „Leisten“ und lege die Cartoonkarriere erst einmal auf Eis.

Trotzdem wollte ich es mir nicht nehmen lassen, noch einen letzten Versuch zu unternehmen, einen Hybriden zu erschaffen. Was folgt ist der „Atmosphärische Cartoon“(c)! Ein Witz, ein Bild, aber mit klassisch aristotelischem Spannungsbogen:

Vielleicht sind zukünftige Generationen bereit dafür.

Wofür allerdings alle jetzt schon bereit sein sollten, ist mein Comic! Es geht los! „Maertens“ kann man nun offiziell auf der Jaja-Seite vorbestellen! Macht das ruhig! (so wie den gewissen anderen jemand…)

Außerdem Veranstaltungstipp: am 09. Februar treten Slinga, MannmitHut-Dominik, ich und noch jemand gegeneinander an zum Clubkinder Comicslam in Hamburg! Wir lesen aus unseren Comics und boxen. Seid dabei oder seid Quadrate!

Neues Jahr, neuer Witz

Letzte Humorkategorie! Ein Thema, das wir so noch gar nicht behandelt haben:

5. Nonsensehumor

Nicht sehr verbreitet, weil er durchaus mit Bedacht eingesetzt werden sollte, zeichnet sich dieser „Witz“ gerade durch seine Witzlosigkeit beziehungsweise völlige Sinnlosigkeit aus. Man setzt auch hier wieder auf die Erwartung des Lesers, im Bild eine lustige Pointe oder raffinierte Aussage anzutreffen (denn, warum hätte die Zeichner*in sonst diesen ganzen Aufwand betrieben?). Dass man am Ende aber tatsächlich GAR keinen Witz oder absolut unzusammenhängenden Nonsense antrifft, bringt den ein oder anderen dann meist doch zum schmunzeln. Aber wie gesagt, diese Strategie nutzt sich sehr schnell ab, entfaltet sie doch ihre optimale Wirkung nur, wenn eben eine ordentliche Pointe den Regelfall darstellt.

So, meine Lieben, das war’s erstmal mit meinem Nähkästchen. Den Rest behalte ich schön für mich 😉 Die nächsten Comics werden euch wieder unvorbereitet und frontal in die Lachteile treffen.

Ich hoffe, ihr hattet einen schönen Jahresbeginn! Ich auf jeden Fall! Habe ich doch endlich das unfassbar unangebracht zähe Projekt meines Lebens „Maertens“ vollendet! Jaaaa, ihr hört richtig! Seit Jahren wurschtle ich damit rum, jetzt ist es endlich fertig (zum ersten mal erwähnt 2012 hier auf dem Blog… und da ging das schon eine Zeit lang) Und ratet was:

im Februar beim Jaja-Verlag zu erwerben ! Und das ist ausnahmsweise mal kein Witz 😀 Bleibt dran, ich halte euch auf dem Laufenden. Es wird nämlich auch noch ein weiterer Comic im Februar erscheinen von einem gewissen anderen jemand und ihr werdet ausflippen!

HOT BUTT SENSITIVE BUTT BUNNY MANSION

Jaaa, ihr merkt es sicher schon, die heutige Lektion in Humorsachen dreht sich um das eine:

4. der Fäkalwitz

Dazu muss ich, denk ich, nun wirklich nichts erklären. Daher mal etwas anderes: wir sprechen die ganze Zeit nur von Witzen und Humortheorie, einer der wichtigsten Aspekte beim Cartoonzeichnen ist aber natürlich die Vermarktung. Also das Anpreisen und Viralisieren zum Beispiel auf sozialen Medien. Dazu kann es hilfreich sein, besonders in der Anfangsphase, aktuell beliebte Themen und Hashtags aufzugreifen um sich so in den aktuellen Diskurs einzubringen. Letztens zum Beispiel habe ich das Bild von zwei Klotüren auf Facebook geteilt und mehr Reaktionen als in den letzten zwei Jahren zusammen bekommen. Es kann so einfach sein.

Und Bonus-Tipp: Kennzeichnet eure Arbeit! Das Internet ist voller dreckiger Diebe!

Fröhliche Weihnacht, alle zusammen!

#butt #butt #butt #sensitive #hot #sensitivebutt #hot #hotbutt #butt #bunny #mansion #fancybutt #butt #hot #butt #bunnymansion #nice #ass #sexy #butler

Hausverbot – zweite Lektion

Wir hatten es ja letzte Woche schon mal kurz angeschnitten:

2. der Gegenteilswitz

Seit Menschengedenken ein Dauerbrenner, fast so etwas wie die Urform des Witzes. Man sagt etwas und tut dann das Gegenteil. Oder man beschreibt eine Sache ganz anders, als sie in Wirklichkeit ist. Extremer Spaß! Man ist jedes mal wieder überrascht! Allerdings werden Kenner natürlich sofort anmerken können: „Cartoon“ ist das da oben ja jetzt streng genommen keiner. Und ihr habt natürlich recht. Für den klassischen Gegenteilswitz bietet sich meist eher die Comic-Strip-Form an. Man muss schließlich zuerst die eine Situation beschreiben, um dann den Leser – ZACK – im nächsten Bild zu schocken. Da ich ja nun aber ein richtiger Cartoonist werden wollte, habe ich versucht, die Essenz auch auf ein einziges Bild zu bannen:

Ganz gut geworden, wie ich finde.

Klischeewitz Deluxe

Humor Supreme: Geschlechterwitze! Wie gesagt, eine Unterkategorie des Klischeeswitzes, aber noch tausendmal lustiger, weil das nun wirklich JEDER kennt. Um den oberen Cartoon noch einmal zu analysieren: „Schnecki“, die Pantoffelschnecke, ist hier in jungen Jahren abgebildet und daher durch die besondere Art des Hermaphroditismus ihrer Gattung männlichen Geschlechts. Und wie jeder weiß, haben Männer einfach NULL BOCK auf Hausarbeit. Wir alle kennen’s, klassischer Klischeelacher.

Da wir mit dieser Sparte nun einigermaßen vertraut sind, wagen wir uns doch noch eine kleine Stufe weiter und versuchen, unser Wissen auf einen etwas komplexeren Witz anzuwenden:

Ganz genau! Hier ist Schnecki ein ganzes Stück gealtert und daher mittlerweile mit WEIBLICHEN Genitalien ausgestattet. Zu der ursprünglichen Klischee-Szenerie: Frau <-> Küche gesellt sich hier nun allerdings ein überraschendes Moment, denn Schnecki sagt, sie möchte NICHT abwaschen, obwohl sie es als Frau ja MÜSSTE. Der erfahrene Cartoonist hat also geschickt zwei Themengebiete verschmolzen. Das Klischee bildet die Basis, der eigentilche Witz entsteht jedoch durch unser zweites Themengebiet:

2. der Gegenteilswitz

Doch dazu nächste Woche mehr 😉

Genießt das Wochenende, ihr Lieben

das Rote Chaos – erste Lektion

Ok, ihr wisst, ich bin nicht gerne dieser unerreichbare Influencer-Typ. Manchmal mag es zwar so scheinen, als wäre ich eine Art Magier des Wortes und Bildes, aber auch ich habe meine Tricks und altes Wissen, dass ich mir mühsam erarbeitet habe. Selbstverständlich gibt es auf die Frage, woher Künstler ihre Ideen bekommen, ein paar sehr einfache und konkrete Antworten… sie werden nur nicht gerne verraten. Aber da ich mittlerweile so viel Geld mit euren Klicks verdiene, müssen wir das hier echt nicht mehr so eng sehen.

Ich den kommenden Wochen werde ich euch also Schritt für die Schritt in die Grundlagen des Cartoon-Humors einweihen, wie ich sie in letzter Zeit entschlüsseln und katalogisieren konnte. Und wir beginnen mit einem guten, alten Klassiker aus der Werkzeugkiste:

1. der Klischeewitz

Klischeewitze gehen IMMER! Jeder weiß z.B. von klein auf, dass Igel keine roten Dinge halten können (also, natürlich nicht alle, aber ihr wisst schon) und doch wird man nie müde, darüber herzhaft zu lachen. Klischeewitze tun einfach gut, weil sie uns und unseren Platz auf der Welt bestätigen und liebgewordene Traditionen zeigen.

Freitag geht es dann weiter mit einer besonders heiß begehrten Unterkategorie des Klischeewitzes. Wärmt schon mal eure Lachmuskeln vor 😉

Bis dannimanski